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Jürgen von der Lippe liest: Sextextsextett – Comedy-Lesung

Jürgen von der Lippe
01. November 2025 / 20:00 Uhr
Eintritt Ab 38,45 €
Vorverkauf Tickets erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Veranstalter ROTH & FRIENDS Medien- und Veranstaltungsagentur

Dazu bemerkte schon Goethe: 
Ein jeder hört nur das, was er versteht.
Ansonsten halte ich es mit Schopenhauer: 
Wollust im Akt der Kopulation. Das ist es. 
Das ist das wahre Wesen und der Kern aller Dinge,
das Ziel und Zweck alles Daseyns.

Das ist der universelle menschliche Zustand: 
Wollen, vorübergehende Befriedigung, Langeweile, weiteres Wollen. Die Genitalien sind der eigentlich
des Brennpunkt des Willens.

Drei Schopenhauer-Zitate, die ich jedem Kritiker
um die Ohren haue, der mir vorwirft, genitalreferentielle Themen zu präferieren. So wie jetzt: Es fällt schwer, bei meinem neuen Buch nicht ins  Schwärmen zu geraten. 
Sogar mir. Schon der Titel Sextextsextett, Zungen- und Eisbrecher im Gespräch zugleich. 
Was verspricht er?  
Alles, was sie wollen und noch mehr:
Viel Zeitgeist, der mal zeitlos daherkommt, mal  geistlos, Antworten auf drängende Fragen wie:  Was leistet Sprache bei Haarausfall, wie macht  man achtsam Schluss mit dem Partner, 
wo liegen die Unterschiede zwischen Goethes  erotischer Lyrik und der von Hermann Löns? 
Was will die feministische Bewegung „Gleiche Brust für alle“?  Wer sagte: Die Genitalien sind der eigentliche  Brennpunkt des Willens und welchen Namen  könnte man dem eigenen geben? Schopenhauer.
 Also von dem stammt das Zitat, das andere ist Ihre Sache.

Wie viele Bedeutungen kann der Satz „ich habe  einen Finger im PO“ haben,? Etliche Texte spiegeln meine Xenologophilie 
wieder, meine Liebe zu  Fremdwörtern, die ich dann gern anhand von  Witzen erkläre, wie zum Beispiel den  Malapropismus, die Verwechslung von ähnlich  klingenden Fremdwörtern.
“Gestern nachmittag bin ich defloriert worden. Du meinst konfirmiert! 
Nein, das war vormittags. Einer der geheimnisvollsten und gleichzeitig universell  verwendbarsten Sätze des Buches, wenn nicht der Literatur, ist: Ich bin jetzt wach. 
Mehr möchte ich im Moment nicht sagen. 

Und es gibt Gedichte, entstanden als Beifang  während der Wassergymnastik mit meiner Frau im Urlaub.

Totenblass und leichenbleich Die Augen starr, die Nudel weich
Den eignen Partner so zu sehen
Nach der Liebe, ist nicht schön.

Jürgen von der Lippe, Jahrgang 1948, ist seit Jahrzehnten als erfolgreicher Meister humoristischer Feinarbeit und Moderator auf Bühnen und im Fernsehen unterwegs. Er lebt in Berlin und ist unter anderem Träger des Bambi, des Grimme-Preises und der Goldenen Kamera. Seine letzten Bücher «Beim Dehnen singe ich Balladen», «Der König der Tiere», «Nudel im Wind» und «Sex ist wie Mehl» standen wochenlang auf der Bestsellerliste.

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